Ich gebe es zu, ich bin Wiederholungstäter! Die Virgin Islands haben mich in ihren Bann gezogen! Schon der Anflug auf die Insel St. Thomas, die zu den drei United States Virgin Islands gehört, ist ein Erlebnis! Beim Blick aus dem Fenster der kleinen Propellermaschine erschließt sich diese einmalig schöne Inselwelt auf besondere Weise.

Kleine und größere Landflecken ragen aus dem türkisfarbenen Wasser und locken mit üppiger Vegetation und schneeweißen Stränden.
Wir wollen diesmal auf die kleinste der drei Inseln, St. John, und deshalb geht es nach der Landung mit dem Taxi zum Hafen nach Red Hook. Blütenmeere säumen die Straßen: Oleander, Bougainvillea und Hibiskus verströmen ihren betörenden Duft. Wir besteigen die Fähre nach Cruz Bay und allein diese 20 Minuten Überfahrt auf dem Sonnendeck des Schiffes fühlen sich an wie eine Woche Urlaub. Noch zehn Minuten Fahrt zum Hotel und dann schnell an den schönsten Strand der Insel: Trunk Bay! Wer einmal hier war, der kommt immer wieder! Ehrenwort! Nicht nur, dass Trunk Bay einer der photogensten Strände der Karibik ist, nur wenige 100 Meter breit und malerisch eingerahmt von tropischem Regenwald, er ist auch berühmt für seinen “Schnorchelpfad”. Ausgerüstet mit Taucherbrille und Schnorchel kann man eine knapp 200 Meter lange Strecke, die um zwei nahe am Strand gelegene Felsen führt, abschwimmen und eintauchen in die Welt der bunten Fische und Korallen. Doch Trunk Bay ist nur einer von vielen Stränden dieser kleinen Insel, die einen Besuch wert sind. Wer es lieber ruhiger mag, der findet z. B. am Honeymoon Bay den perfekten Platz zum Sonnen und Baden, denn hierher kommt man nur zu Fuß!
Da die Virgin Islands nicht nur aus den drei zu den USA gehörigen Inseln bestehen, sondern es noch über 60 Inseln gibt, die zu Großbritannien gehören (nur 16 davon sind bewohnt), entschließen wir uns nach einigen Tagen zu einem Ausflug nach Tortola. Sie ist die größte der British Virgin Islands und nur 30 Fährminuten von St. John entfernt. Für diese Fahrt braucht man allerdings einen Reisepass, denn man verlässt die USA und reist nach Großbritannien ein. Der Einfachheit halber bleibt die Währung zwar beim US-Dollar, aber die Zollkontrolle wird einem nicht erspart. Nur dass sie hier auf einem schwankenden Bootssteg stattfindet!
Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Am Strand von Cane Garden Bay stellen wir unsere Sonnenliegen ins warme Wasser und genießen den berühmtesten Drink der British Virgin Islands: den Painkiller. Eine Mischung aus einheimischem Rum mit Orangensaft, Ananassaft und Kokosmilch.